Nosemose

Nosemose (auch Nosemosis, Nosematose, Nosema) ist eine Parasit verursachte Krankheit erwachsener Honigbienen (Apis mellifera). Verursacht wird sie von zwei Jochpilzarten die in bestimmten ungünstigen Bedingungen Sporen abwerfen.
Die Auswirkung auf die Bienen manifestiert sich darin, dass die Arbeitsbienen verfrüht zu Sammlerbienen werden. Wegen den Änderungen an den Epithelzellen des Mitteldarms und der Störung im Magen-Darm-Trakt und dem Metabolismus kommt es zur Unterernährung und letztlich zum Sterben.
Die Sporen werden in den Magen-Darm-Trakt mit Nahrung und Wasser eingeführt oder durch den sozialbedingten Nahrungsaustausch mit anderen Bienen. Die häufigste Ansteckungsquelle ist das Wasser aus einer unhygienischen Wasserquelle, Kotverschmutzte Waben von angesteckten Bienen und kontaminierter Honig.
Nachdem die Sporen Nosema sp. in den Mitteldarm gelangen, kommt es chemisch bedingt zum Eintreten der vegetativen Entwicklungsphase ein und Besiedelung der Epithelzellen des Mitteldarms der Biene (Ventriculus), wo es zur Vergrößerung und Vermehrung der Mikrosporidien kommt. Aus den beschädigten Epitheldarmzellen wird ein Teil der Sporen aus dem Körper ausgeschieden und der andere bleibt im Lumen wo er in die vegetative Entwicklungsphase übergeht und die bisher gesunden Epitheldarmzellen angreift.
Folglich hat die Biene ständig ein Hungergefühl und nimmt immer größere Mengen Nahrung zu sich, die sich im hinter Darm in Form vom versüßtem sporenkontaminiertem Kot anhäufen.
Die neue Nosema ceranae ist viel pathogener und die erkrankte Gemeinde zeigt weder merkbare Anzeichen der Erkrankung wie Durchfall oder Aussterben erwachsener Bienen, noch gibt es eine Saisonalität die der Diagnostik hilfreich dienen könnte.
Die Patogenesis ist nicht erforscht.
Die Ausbreitung der Erreger begünstigt, vor allem die zu extensive Honigernte und schlechte Imkerpraxis, aber ebenso überraschende Temperaturschwankungen, schlechte Weide und zu offene Umzüge der Bienenkolonien.
Auf das Erscheinen der Krankheit hat auch eine lange Winterzeit und die damit verbundene Verzögerung des Säuberungsflüges, wie auch der Honigtau, den die Bienen im Herbst angehäuft haben und der Imker es verpasste zu ernten.
Die Krankheit wird im Frühjahr bemerkbar. In der Bienenbeute wird eine steigende Zahl toter Honigbienen deutlich, das Bienenvolk wird schwächer und sehr offen stirbt auch die Königin. Auf den Holzrämchen, Mittelwänden und Waben macht sich durchfallartiger Kot deutlich der zur weiteren Erregerquelle wird.

  • “In 2008 I gave preventively Nozevit to my bees for the first time – in sugar syrup in August, September and in October, and I added it to pollen patty in January. In spring I detected no visible symptoms of Nosema in none of the beehives! Guided by good results I have continued this practice, and I have noticed no Nosema ever since.” — Hrvoje Domazetović, beekeper, Osijek, Croatia